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Lassen Sie uns eine Zeitreise machen, eine Reise weit zurück in eine Zeit als es Power Point noch nicht gab. Es ist eine Zeit, in der das wichtigste Präsentations-Tool der Overheadprojektor war. Die Leute standen mit dicken Papp-Mappen, in der ihre Folien waren, vor dem Projektor und legten ihre „Message“ direkt auf das leuchtende Glas. Sofort ging der Kopf in Richtung Wand, um die Folie genau zu positionieren. Direktoren hatten für das Auflegen der Folien ihre Sekretärinnen dabei. An ein spezielles Modell kann ich mich noch sehr gut erinnern. Sie legte die Folie immer so auf, dass die sie auf dem Kopf stand. Ein Raunen ging durch das Publikum was dem Direktor nicht entging. Er drehte sich also um und sah nun auch das Missgeschick. „Anders herum Frau Betz-Meier“ sagte er dann im ruhigen Ton woraufhin die Sekretärin die Folie horizontal drehte. Jetzt stand der Inhalt nicht nur auf dem Kopf, sondern war nun auch spiegelverkehrt. „Anders herum Frau Betz-Meier“ sagte nun wieder der Direktor. Frau Betz-Meier drehte nun die Folie sodass sie nicht mehr auf dem Kopf stand, der Inhalt war aber noch spiegelverkehrt. Dieses Spiel ging noch einige Minuten weiter allerdings und das dürfen Sie mir glauben, bei jeder einzigen heiligen Folie. So bekam der Vortrag, egal wie heikel die Themen waren, immer eine lustige Note. Frau Betz-Meier war immer bei den Jahrestagungen dabei und noch heute spricht man über das Folien-Phänomen.

Ich habe damals schon gespürt wie wichtig Humor in einem Vortrag ist. Humor auf eine niveauvolle Art und Weise inszeniert, lockert den Vortrag auf und zieht die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Schließlich lachen wir alle gerne. Ich verpacke den Humor gerne in eine Geschichte (Stichwort Storytelling) und lasse das Publikum auch gerne auf meine Kosten lachen. Auf Kosten eines Teilnehmers einer Präsentation oder Seminars ist eh ein absolutes „Nogo“.